Fotos für die Stiftung Tierbotschafter

Kürzlich standen mal keine kleinen Kinder mit ihren herzigen Lächeln vor meiner Kamera, sondern Menschen, die sich für Tiere stark machen. Im Oktober fotografierte ich an zwei Tagen für die Stiftung Tierbotschafter die neuen Botschafter.

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Wie es dazu kam:

Im Mai 2015 wurde der Strassenhund Ray auf dem Gelände der Universität in Casablanca, Marokko aufgefunden: seine Augen waren herausgerissen, das Maul zunächst zugenäht, dann wieder brutal aufgerissen, sein Penis total verstümmelt. Obwohl er mehr tot als lebendig war, nahm die Tierschutzorganisation «Comme Chiens et Chats» ihn auf und brachte ihn zum Tierarzt. Zunächst dachte man darüber nach ihn angesichts seines schlechten Zustandes einzuschläfern, aber am Morgen darauf trank und frass Ray. Man gab ihm die Chance weiterzuleben. Die Medien berichteten über sein Schicksal und das erste Mal in Marokkos Geschichte wurde eine Anzeige wegen Tiermisshandlung gestellt. Eine von Anwälten errichtete Petition hoffte darauf, dass sich endlich etwas in Sachen Tierschutz in Marokko bewegt. Im Juni gab es eine grosse Kundgebung in Casablanca, um den Tieren eine Stimme zu geben. Gleichzeitig unterstützte man in anderen Ländern mit Solidaritätsbekundungen die Aktion. So auch in Schottikon, das Tierheim aus dem unsere Hündin Praline, ebenfalls eine Marokkanerin stammt. Tierliebhaber, Tierheimmitarbeiter und Hündeler trafen sich zu einem gemeinsamen Spaziergang.

Mich hatte das Schicksal von Ray so ergriffen, dass ich mit unserer Hündin teilnahm und dabei u.a. Brigitte von der Stiftung Tierbotschafter kennenlernte. Drei Monate später darf ich ihre Stiftung als Fotografin und Tierbotschafterin unterstützen.

Ray verstarb am 12.6.15. Doch sein Tod soll nicht umsonst gewesen sein, auch wenn die Stimmen in Marokko wieder leiser geworden sind. Jeder kann mit helfen, die Möglichkeiten sind so vielfältig: Geldspenden für Kastrationen oder um verletzte, kranke Tiere zu versorgen, Sachspenden – auch Fellnasen freuen sich über kuschlige Decken, Fressnäpfe oder Spielzeug, Patenschaften dank derer Tiere versorgt werden können, Besuche im Tierheim in der Nähe, um Katzen zu kraulen und mit ihnen zu spielen, Hunde für einen Spaziergang auszuführen oder was ganz toll ist und wenn es passt: einem Tier ein neues Daheim zu schenken. Die dankbaren Augen, das aufgeregte Schwanzwedeln, das freudige Umherspringen  – ich sage es euch aus eigener Erfahrung, ist einfach unbezahlbar ;-)

Unser Pralinchen als Welpe 2013 in Marokko:

praline-marokko

Zwei Jahre später auf unsrem Sofa:
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